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Stirlings Idee funktioniert mit heißer LuftDer Magenpförtner hat Schuld. So heißt der Muskel, der die Verbindung zwischen Magen und Speiseröhre verschließt. Funktioniert er nicht wie von der Natur vorgesehen, tritt Sodbrennen auf. Genauer: Es gelangt Magensäure in die Speiseröhre und brennt. Den Fehler der Natur operativ zu korregieren, ist das Fachgebiet von Dr. Markus Meibert. Chefarzt für Chirurgie an der St. Lukas Klinik in Solingen-Ohligs.
Sodbrennen - die Mediziner sagen dazu Reflux - hat jeder dritte Mensch. Nach Dr. Meiberts Einschätzung sollte sich jeder zehnte Betroffene unbedingt operieren lassen. Der Solinger Chefarzt gilt in der Fachwelt als ausgewiesener Experte. Vortragsreisen führten ihn bereits bis nach China. Die Kollegen in Asien interessiert das Thema, seit immer mehr Chinesen ihre Ernährung „veramerikanisieren“. Als Folge kommt es zu Dicksein und es tritt verstärkt Sodbrennen auf.
Für den Chirurgen ist Reflux ein „rein mechanisches Problem“. Die Operation könne das Malheur dauerhaft beheben. Das sei im Übrigen besser, als ständig Medikamente einzunehmen. Hier besteht die Gefahr, dass die Mittel gegen Sodbrennen in den Stoffwechsel der Betroffenen eingreifen.
In schweren Fällen läuft Magensaft sogar in die Lunge, zum Beispiel beim Liegen oder wenn sich die Betroffenen weit nach vorne beugen. Ein Drittel der Asthmatiker seien ursächlich durch Sodbrennen erkrankt.
Die Kosten des Eingriffs entsprechen dem Preis der Medikamente, die ein Patient in dreieinhalb Jahren einnimmt. So gesehen geht nach Dr. Meiberts Meinung “die Rechnung auch für die Krankenkassen” auf. (ffu)

Dr. Markus Meibert ist Chefarzt für Chirurgie an der St. Lukas Klinik in Solingen. Er gilt als Experte für Reflux-Erkrankungen. Foto: Stadtanz.
Mehr in der Ausgabe Heft 58 vom Januar 2010