08.07.2010
Heimliche Stromfresser10.06.2010
Dicke Beine beim Fliegen14.05.2010
Ein Albtraum15.04.2010
Lindas Schicksalsjahre18.03.2010
»Bitte 3x täglich«19.02.2010
Anwalt der Natur21.01.2010
Sodbrennen10.12.2009
Wie ist die Lage?05.11.2009
Langzeit Entscheidung08.10.2009
Brauch der alten Römer13.08.2009
Jeder Zweite ist wetterfühlig03.07.2009
Gast in den eigenen vier Wänden08.03.2009
»Anbrüllen war gestern«04.12.2008
Alfred Nobels Testament06.11.2008
Lustvoller Handel09.10.2008
Anonyme Probleme08.07.2008
Kontaktsuche08.05.2008
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Männer, statistisch gesehen07.12.2007
Wie funktioniert eigentlich Goretex08.07.2007
Stirlings Idee funktioniert mit heißer LuftSie kommen nach Deutschland. Irgendwie. Junge Frauen aus den Ländern Osteuropa lassen sich durch leere Versprechungen locken. Hier angekommen heißt es dann häufig “dawai, rabota” arbeiten als Prostituierte. Dafür haben Schleuser und Menschenhändler Geld investiert. Lehnen die Mädchen ab, droht ihnen massiver Druck oder Schläge.
Das Thema muss einfach öffentlicher werden, verlangte Dr. Christoph Humburg als Leiter der Solinger Caritas. Die Organisation “Terre des Femmes” kämpft gegen Menschenhandel mit Frauen und deren Ausbeutung. Zuhälterei, Menschenhandel und Zwangsprostitution sind ein Milliardengeschäft. Humburg ist überzeugt: das passiert überall, natürlich auch in Solingen. Im Polizeipräsidium in Wuppertal sind zwei Beamte auf das Rotlichtmilieu spezialisiert, in dem Frauen entmündigt und gequält werden. Man muss Männern ein schlechtes Gewissen verursachen, die zu den ausgebeuteten Frauen gehen. Zu solchen, die das Geld den Zuhältern abliefern. Die, wenn sie sich verweigern, brutaler Gewalt ausgesetzt sind. Die durch Drohungen, auch gegen Verwandte in den Heimatdörfern, gefügig gehalten werden. Jeder Freier muss wissen, dass er auf Frauen triff, die nicht wollen. Die vielleicht schon ein Dutzend Männer vorher bedient haben, die unter Drogen stehen, krank sind und so weiter. Am ehesten könnten die Initiatoren mit anonym zugetragenen Informationen rechnen. Männer, die bei den Frauen Sex suchen, können helfen, wenn sie ihnen zum Beispiel einen Anruf bei der Polizei über ihr Handy ermöglichen. Die Beratungsstellen, wie die Caritas, wie “Frauen helfen Frauen” oder die Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen, die Polizei und so weiter, sind jederzeit bereit, sofort aktiv zu werden.
Mehr in der Ausgabe den Stadtanzeiger vom 6. November 2008