08.07.2010
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Dicke Beine beim Fliegen14.05.2010
Ein Albtraum15.04.2010
Lindas Schicksalsjahre18.03.2010
»Bitte 3x täglich«19.02.2010
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Foto: Pixelquelle
Die schier unglaubliche Zahl von vier Millionen Betroffenen verbreitet der "Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung". Gemeint sind Erwachsene, die trotz Schulbesuch nur so gut lesen und schreiben können wie Kinder in der ersten oder zweiten Klasse, erklärte laut einer Meldung der Zeitung WELT der Geschäftsführer Peter Hubertus anlässlich des Weltbildungstages in Berlin.
Die Bergische VHS zählte 2007 nur 247 Teilnehmer, die freiwillig in die Kurse kamen, um besser Lesen und Schreiben zu lernen. Das geringe Interesse ist kein Bergisches Problem. Nach den vorliegenden Daten entwickeln in Deutschland nur 20.000 Analphabeten Eigeninitiative und belegen Kurse.
Schreib- und Leseschwäche ist nach Expertenmeinung meist keine Frage der Intelligenz. Jüngere Analphabeten kommen überwiegend aus schwierigen und belasteten Familien. Jedes Jahr verlassen 80.000 Jugendliche die Schulen ohne Hauptschulabschluss. Das Ministerium von Bildungsministerin Annette Schavan will in den nächsten Jahren für Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung und Grundbildung für Erwachsene 30 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Zu den bereits erfolgreich arbeitenden geförderten Projekten gehört unter anderem die Lernplattform im Internet www.ich-will-schreiben-lernen.de. Nach den Erhebungen nutzen 11.000 Personen das Portal zum anonymen Lernen von zu Hause aus. (red)
Mehr dazu in der Ausgabe Heft 43, vom Oktober 2008