Querbeet - Was so passiert und interessiert

Wie funktioniert eigentlich Goretex

Die Erfindung ist einem Versehen zu verdanken. Bei der Herstellung von Kabelisolierungen aus Teflon überdehnten die Mitarbeiter des amerikanischen Kabelherstellers Gore das Material und stellten fest: Winzige Löcher waren entstanden. Goretex war erfunden. 1972 wurde die Faser erstmalig hergestellt.

Die Überdehnung verursacht auf einem Quadratzentimeter über eine Milliarde Löcher. Der Effekt: selbst feinste Nebeltropfen sind 500-mal größer als die entstehenden Poren. Verdampfter Schweiß kann nach außen dringen, wohingegen größere Wassertropfen draußen bleiben. Was auch bedeutet: Schweiß in Form von Wassertropfen kann nicht durch die textile Membrane dringen. Die Behauptung, dass man in einem solchen Stoff nicht schwitze, ist daher nicht richtig.

Bei Sympatex handelt es sich um eine Polyestermembrane ohne Löcher. Der Wasserdampf wird durch hydrophile Bestandteile in den Molekülketten aufgenommen und nach außen transportiert. Beide Stoffarten machen sich Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede zunutze. Je kühler und trockener es außen ist, desto besser wird der Wasserdampf abgegeben. Bei Außentemperaturen über 35 Grad geht nichts mehr, über 38 Grad kehrt sich der Prozess sogar um, und Wasserdampf kann eindringen." (red)

Querbeet 33

Foto: Schöffl

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