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Reine Geldfrage

Das deutsche Bildungssystem ist ein Wachstumsmotor für die Privatschulen. Davon erhoffen sich viele verunsicherte Eltern eine bessere Entwicklung für ihre Sprösslinge, sofern sie es sich leisten können. Staatliche Schulen in Deutschland verzeichnen sinkende Schülerzahlen. Währenddessen werden statistisch gesehen in Deutschland jede Woche ein bis zwei Privatschulen gegründet. Etwa 3000 gibt es. Jeder 14. Schüler besucht bereits eine Privatschule. Das weist auf Spaltung der Gesellschaft hin. In arm und reich, in bildungsfern und bildungsnah. In der Öffentlichkeit kursiert die Meinung, dass private Schulen den staatlichen überlegen sind. Das stimmt anscheinend aber nicht. Fachleute haben entsprechende Tests untersucht und die sogenannten "leistungsrelevanten Merkmale" wie soziale Herkunft, Intelligenz und Migrationshintergrund in Betracht gezogen. Schon schmolz der offenkundige Leistungsvorsprung. In den Naturwissenschaften fielen die Pisa-Ergebnisse sogar eher zugunsten der staatlichen Schulen aus. Anders: Es sind ganz normale Kinder, die Privatschulen besuchen. Das Problem ist, sie kosten Geld. Oft zu viel Geld. Die meisten Eltern können sich Schulgebühren von bis zu 5000 Euro im Jahr schlicht nicht leisten. (red)

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