19.01.2012
Was steht denn da?08.12.2011
Abschied von der Verbrennung04.11.2011
Räumungsklagen07.10.2011
Der panierte Bohnensaft01.09.2011
Ehre bis zur Landesgrenze07.07.2011
Es sind die Botenstoffe12.05.2011
Bloß kein Atomstrom12.04.2011
Rentners »Bravo«17.03.2011
Rente mit 6717.02.2011
Geht aufs Haus20.01.2011
Vorsicht! Dachlawine!11.11.2010
Durch Sammeln reich werden02.09.2010
Walle, walle Wupper08.07.2010
Leben spenden19.02.2010
Fremdschämen08.10.2009
Umweltschutz anno 180008.02.2009
Rote HaareAuf Fremdschämen setzen gleich mehrere Sendeformate in den privaten Fernsehkanälen. In Casting-Shows treten Leute auf, bei deren Gesang Hund und Katze das Weite suchen. Die Juroren verzerren das Gesicht und die Kamera hält drauf. Momente, in denen auch Zuschauer ein mulmiges Gefühl beschleicht. Fremdschämen. Man mag nicht hinschauen, wie sich Menschen zum Affen machen. Oder doch? Vielleicht mit einer Hand vor dem Mund?
Forscher an der Universität Marburg gingen dem Begriff auf den Grund. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung. Demnach hat es etwas mit unserem Sozialverhalten zu tun. Offenbar sitzt ein Gefühl der Anteilnahme tief in uns drin. Passiert jemandem ein Missgeschick, berührt uns das. Das Empfinden ist umso intensiver je näher einem der Mensch steht.
Die Marburger Experten fanden heraus, dass das Einfühlungsvermögen eine Rolle spielt. Je mehr der Beobachtende davon hat, desto mehr schämt er sich fremd. Das erklärt die unterschiedliche Reaktion. Der zum Steinerweichen singende Teenager im Fernsehen bringt den einen dazu, sich wegzuschmeißen vor Lachen, andere sind peinlich berührt.
Bei Aufenthalten im Ausland kann es manchmal peinlich werden. Es gibt Landsleute, für deren Verhalten kann man sich einfach nur schämen. (cas)
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