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Umweltschutz anno 1800

Alexander von Humboldt starb vor 150 Jahren. Nach ihm sind Gletscher, eine Meeresströmung und sogar ein Gebiet auf der Mondoberfläche benannt.

Am 3. August 1804 kehrt Alexander von Humboldt zurück von seiner Forschungsreise durch Lateinamerika. Viele hatten ihn schon tot geglaubt. Schließlich war der Universaldenker 1799 aufgebrochen, gemeinsam mit dem französischen Arzt und Botaniker Aimee Bonpland. Unterwegs zu den damals noch spanischen Kolonien von Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Mexiko und Kuba. Tausende Pflanzen schleppen beide mit zurück nach Europa. Vierzig Kisten fasst Humboldts wissenschaftliche Ausbeute. Humboldt erforschte Vulkane und Erdbeben. Er studiert Sprache, Kultur und Kunst der Indianer.

1829 reiste Humboldt mit ähnlichen Ambitionen nach Zentralasien. Auftraggeber ist der russische Zar. Der Gelehrte legt mit Postkutschen achtzehntausend Kilometer bis an die chinesische Grenze zurück.

Er war der Erste, der verschiedene Forschungsgebiete miteinander verband. Von der Geologie bis zur Beschreibung der Symptome der Höhenkrankheit, die ihn nach einer Klettertour auf 5.600 Meter heimsuchte. Seine Erkenntnisse fasste er in seinem Lebenswerk in 30 Bänden zusammen, dem "Kosmos"

Zur Sklaverei sagte er den Satz: „Die Menschenliebe besteht nicht darin, ein wenig Stockfisch mehr und ein paar Peitschenhiebe weniger zu geben."

Weniger pathetisch hat Humboldt zu einer Zeit, als er damit allein stand, Gefahren und Risiken bemerkt und beschworen, die wir heute als ökologische bezeichnen. Er warnte vor dem Raubbau an der unberührten Natur, wie vor Klimaänderungen durch Eingriffe in den Wasserhaushalt. (cas)

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