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Hässliche Flecken

Es gibt Statistiken, die jede dritte Wohnung in Deutschland als von Schimmel befallen auflistet.

Schimmel gedeiht überall dort, wo es im Haus dauerhaft feucht zugeht. Durch Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen schlägt sich Feuchte an kalten Innenwänden nieder und kondensiert. Wenn der Untergrund die Nässe über einen längeren Zeitraum durch Heizen und Luftbewegungen nicht wieder an die Raumluft abgibt, durchfeuchten die Wände. Von außen kann Wasser durch Risse oder kaputte Abdichtungen ins Haus eindringen. Manchmal ist das Fehlverhalten der Bewohner die Ursache. Experten machen zunehmend falsches Heizen und Lüften für Feuchtigkeitsprobleme verantwortlich.

Panik ist wie immer ein schlechter Ratgeber. Schimmel in der Wohnung bedeutet nicht zwangsläufig eine Attacke auf die Gesundheit. Wie gefährlich der Pilz sei, hängt laut Umweltbundesamt (UBA) in Dessau von der Stärke des Befalls sowie von der Empfindlichkeit der Bewohner ab.

Als Heimwerker kann man nur oberflächlich befallene Stellen selbst beseitigen. Poröse Untergründe - etwa auf Tapeten, Rigipsplatten, Mauerwerk oder abgehängten Decken - lassen sich nur schwer oder gar nicht reinigen. Vor allem kann der Pilz bereits tiefer eingedrungen sein. Befallene Gipskartonplatten oder leichte Trennwände sollten daher am besten komplett ausgebaut werden.

Zur Behebung muss die Ursache ausfindig gemacht werden. Fachleute kreisen zum Beispiel durch Messungen der Luftfeuchtigkeit, durch Probenentnahmen oder über die Ermittlung des sogenannten Taupunkts die Auslöser für Schimmel ein. Geraten Vermieter und Mieter in Streit steht die Überlegung an, eventuell zur Klärung der Lage einen Experten heranzuziehen. (cas)

Mehr in der Ausgabe vom Juli 2009