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Licht ins Dunkel

Licht hat in privaten Haushalten einen Anteil an der Stromrechnung von fünf bis 15 Prozent. Die Umwälzpumpen im Heizungskeller, die ununterbrochen laufen, bringen es da glatt auf bis zu zehn Prozent. Für Clemens Hölter ist es unverständlich. Die EU hätte die Pumpen aufs Korn nehmen müssen, statt per Beschluss den Tod der Glühbirme einzuleiten.

Es hapert an der Effizienz, mit der wir Energie einsetzen. Zum Beispiel ziehen Geräte Strom, obwohl sie ausgeschaltet sind. Das nennt man Leerverluste. Abhilfe schaffen Produkte, wie eine abschaltbare Steckerleiste aus dem Sortiment der Solinger Firma Zweibrüder.

Der Markt der Energiesparleuchten ist für Laien kaum zu durchschauen. Für Experten steht fest: Kein Museum der Welt würde Energiesparlampen verwenden, schon wegen der schlechten Farbausleuchtung. Die technische Entwicklung schreitet rasant voran. Wer als Verbraucher umrüsten will, sollte die Beleuchtung im Raum als Ganzes beurteilen.

Clemens Hölter rechnet vor: Eine herkömmliche Glühbirne (60 W) kostet etwa einen Euro und leuchtet im Schnitt 1.000 Stunden. Eine gleich helle Energiesparlampe (11 W) guter Qualität kostet ca. 7 Euro und hält mindestens 6.000 Stunden. Beim aktuellen Strompreis und einer Brenndauer von 6.000 h ergibt sich: Glühbirne rund 70 Euro, Energiesparlampe rund 20 Euro, Einsparung 50 Euro.

Der „Glühlampenausstieg“ erfolgt in vier Stufen. Ab September 2009 sollen alle matten Glühlampen sowie Glühlampen mit einer Leistung über 75 Watt nicht mehr zum Verkauf stehen. Bis September 2010 Glühlampen mit mehr als 60 Watt, bis September 2011 solche mit mehr als 40 Watt. Ab 1. September 2012 sollen schließlich keine Glühlampen mit mehr als 10 Watt erhältlich sein.

Weitere Informationen unter: ww.umweltbundesamt.de/energie/licht.htm.

Mehr Informationen in der aktuellen Ausgabe des Stadtanzeiger vom 3. April 2009