Tipps und Wissen - Themen die interessieren

Ungesunde Tischdecken

Die Behörden kämpfen mit der Chemikalie PFT

Greenpeace machte als Hauptverursacher von PFT einen Betrieb in Gendorf aus und flutete medienwirksam den Werkshof des Unternehmens mit Abwässern. Die Reaktion war wie erwartet. Schlagzeilen wie „Gift in Pommes“ oder Berichte über wasserabweisende Kinderkleidung, die mit dem Teufelszeug behandelt ist, mobilsierten die Behörden im ganzen Land. Inzwischen kennen die Fachleute die wesentlichen Verursacher. Galvanobetriebe setzen Perfluor-Verbindungen (PFT) als Vernetzungsmittel oder als Dampfsperre bei Bädern ein. Imprägniermittel enthalten PFT. Die Industrie verwendet das chemische Produkt auf vielfache Weise und es ist sogar Löschmitteln der Feuerwehr beigemischt.

Die EU hat seit Juni 2008 den Verkauf und die Anwendung von PTF verboten, allerdings mit vielen Ausnahmen. Das ermöglicht die Suche nach Ersatzstoffen, woran unter anderem die Uni Wuppertal arbeitet.

Die Umweltämter klären die Bürger auf. Käufer sollen zum Beispiel überlegen, ob sie wirklich wasser- und schmutzabweisende Teppichböden, Tischdecken oder Polstermöbel brauchen, was durch PFT-Verbindungen erreicht wird. Die Feuerwehren sind angehalten, nur noch in zwingenden Situationen mit PFT-haltigen Mitteln zu löschen.

Mehr Information in der aktuelle Ausgabe Heft 42 vom September 2008