08.07.2010
Schwitzen für das Betriebsklima10.06.2010
Der Ferienspaß14.05.2010
Nachwuchsarbeit18.03.2010
Jedermann-Rennteam19.02.2010
Kreitlein brachte Farbe ins Spiel05.11.2009
Pauschal-Lösung08.10.2009
Immer weiter laufen10.09.2009
Beitragsrückstände03.07.2009
Sportart mit Auftrieb05.06.2009
Mietmängel08.05.2009
Denksport08.04.2009
Auf Rüttelkurs08.02.2009
Berührungsängste15.01.2009
Gute VorsätzeDer langgediente Sportausschussvorsitzende kriegt Bauschmerzen, wenn die Pauschale-Gelder für klassischen Unterhaltungsaufwand eingesetzt werden. Das sei nicht Sinn der Sache, sagt Ernst Lauterjung mit bitterer Miene. Ist aber so. Zum Beispiel, werden Zäune, Dächer oder Türen an Sportstätten damit instand gesetzt. Dafür muss die Stadt aufkommen. Einerseits kassiert sie von den Vereinen Gebühren, andererseits weist die Verwaltung in den Bilanzen entsprechende Rücklagen aus.
Lauterjung weiß, wie viele andere auch, die Stadt reagiert in der Regel erst wenn Holland in Not ist. Die Sporthalle Gillicher Straße zum Beispiel ist wegen Baufälligkeit seit Monaten gesperrt. Begründung: Kein Geld! Trübe Aussichten für die Aktiven in Aufderhöhe.
Die Sportpauschale muss auch für die Erweiterung des Klingenbads am Weyersberg herhalten. So ist es beschlossen. 300.000 Euro sollen in die Finanzierung gesteckt werden. Erhöhen sich die Baukosten, wird die Pauschale um weitere Eurobeträge in Anspruch genommen. Die Konsequenzen lassen sich leicht ausmalen: Für Vorhaben an anderer Stelle ist der Topf leer.
Die städtischen Sporteinrichtungen verlieren durch vernachlässigte Pflege ständig an Wert. SPD-Mann Lauterjung mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn Solingen durch die Pleite der kommunalen Finanzen unter Zwangsverwaltung gerät. Die Pauschale vom Land bliebe vermutlich unangetastet. Bei anfallenden größeren Reparaturen sieht er schwarz. Auch im Hinblick auf den Sportbetrieb, sollte der Sparkommissar regieren. „Eine Kommune kann die Voraussetzungen für Vereinssport bereitstellen, sie muss es aber nicht.“ (ffu)

Ernst Lauterjung ist der Vorsitzende des Sporausschusses in Solingen. Foto: stadtanzeiger
Mehr in der aktuellen Ausgabe vom 5. November 2009