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Schwitzen für das Betriebsklima

10.06.2010

Der Ferienspaß

14.05.2010

Nachwuchsarbeit

18.03.2010

Jedermann-Rennteam

19.02.2010

Kreitlein brachte Farbe ins Spiel

05.11.2009

Pauschal-Lösung

08.10.2009

Immer weiter laufen

10.09.2009

Beitragsrückstände

03.07.2009

Sportart mit Auftrieb

05.06.2009

Mietmängel

08.05.2009

Denksport

08.04.2009

Auf Rüttelkurs

08.02.2009

Berührungsängste

15.01.2009

Gute Vorsätze

Sport - Themen aus den Bereichen Sport und Vereine

Pauschal-Lösung

Das Land NRW überweist jährlich 440.000 Euro an die Stadt Solingen. Verwendungszweck: Sportpauschale. Die ist insbesondere zum Neu-, Umbau oder Modernisierung von Sportstätten samt des Inventars gedacht. Teilbeträge davon stehen auch Vereinen auf Antrag zur Verfügung. Beispielsweise zum Kauf von neuem Sportgerät. Ernst Lauterjung wundert sich eigentlich, dass praktisch keine Anträge eingeben.

Der langgediente Sportausschussvorsitzende kriegt Bauschmerzen, wenn die Pauschale-Gelder für klassischen Unterhaltungsaufwand eingesetzt werden. Das sei nicht Sinn der Sache, sagt Ernst Lauterjung mit bitterer Miene. Ist aber so. Zum Beispiel, werden Zäune, Dächer oder Türen an Sportstätten damit instand gesetzt. Dafür muss die Stadt aufkommen. Einerseits kassiert sie von den Vereinen Gebühren, andererseits weist die Verwaltung in den Bilanzen entsprechende Rücklagen aus.

Lauterjung weiß, wie viele andere auch, die Stadt reagiert in der Regel erst wenn Holland in Not ist. Die Sporthalle Gillicher Straße zum Beispiel ist wegen Baufälligkeit seit Monaten gesperrt. Begründung: Kein Geld! Trübe Aussichten für die Aktiven in Aufderhöhe.

Die Sportpauschale muss auch für die Erweiterung des Klingenbads am Weyersberg herhalten. So ist es beschlossen. 300.000 Euro sollen in die Finanzierung gesteckt werden. Erhöhen sich die Baukosten, wird die Pauschale um weitere Eurobeträge in Anspruch genommen. Die Konsequenzen lassen sich leicht ausmalen: Für Vorhaben an anderer Stelle ist der Topf leer.

Die städtischen Sporteinrichtungen verlieren durch vernachlässigte Pflege ständig an Wert. SPD-Mann Lauterjung mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn Solingen durch die Pleite der kommunalen Finanzen unter Zwangsverwaltung gerät. Die Pauschale vom Land bliebe vermutlich unangetastet. Bei anfallenden größeren Reparaturen sieht er schwarz. Auch im Hinblick auf den Sportbetrieb, sollte der Sparkommissar regieren. „Eine Kommune kann die Voraussetzungen für Vereinssport bereitstellen, sie muss es aber nicht.“ (ffu)

Sport 56

Ernst Lauterjung ist der Vorsitzende des Sporausschusses in Solingen. Foto: stadtanzeiger

Mehr in der aktuellen Ausgabe vom 5. November 2009