08.07.2010
Schwitzen für das Betriebsklima10.06.2010
Der Ferienspaß14.05.2010
Nachwuchsarbeit18.03.2010
Jedermann-Rennteam19.02.2010
Kreitlein brachte Farbe ins Spiel05.11.2009
Pauschal-Lösung08.10.2009
Immer weiter laufen10.09.2009
Beitragsrückstände03.07.2009
Sportart mit Auftrieb05.06.2009
Mietmängel08.05.2009
Denksport08.04.2009
Auf Rüttelkurs08.02.2009
Berührungsängste15.01.2009
Gute Vorsätze
Jutta Dein ist seit 30 Jahren Übungsleiterin. Genauso lange plagt sie sich mit den Mängeln herum, die in der WMTV-Halle nicht nur ihr als Trainerin auf die Stimmung drücken. Foto: Funk
Als wir Jutta Dein trafen, hatte sie gerade die Übungsstunde absagen müssen. Auf dem Hallenboden lag der Putz, der von der Decke herabgefallen war. Handwerker hatten ein Rollgerüst aufgestellt. Offensichtlich war jemand damit beschäftigt, den freien Blick durch die Hallendecke in den bewölkten Himmel notdürftig wieder zu schließen. „Wer weiß, wie lange das nun wieder dauert.“ Der Übungsleiterin schwant nichts Gutes. Das Gerüst außen an der Halle wurde vor einem Jahr aufgestellt, sagt sie und es steht immer noch.
Mit Verlaub, die Stadt ist ein lausiger Verwalter der Objekte, die den Bürgern gehören. Das offenbart nicht nur der Zustand der Walder Sporthalle. „Wir heizen uns hier zu Tode“ prangert Jutta Dein die geradezu als vorsätzlich anmutende Energieverschwendung an. Die Fenster der Halle sind vermutlich seit der Eröffnung im Jahr 1920 weder erneuert noch ordentlich gepflegt worden. Immer wieder wiesen sie und ihre Trainerkollegen die Verwaltung auf die Missstände hin. Nun sei der Dachstuhl morsch. Die Übungsleiterin wundert das nicht, wenn über Jahre Regenwasser ins Gebälk eindringt.
Die Stadt verlangt von den Vereinen Nutzungsgebühren. „Ich sehe mich außerstande, Druck zu machen, wenn Hallen und Plätze bauliche Mängel aufweisen“,resigniert Hartmut Lemmer, Vorsitzender des Stadtsportbunds, offenbar vor dem seit Jahren beklagten Zustand. Die Verwaltung vertrete den Standpunkt, die Nutzungsgebühren seien keine Miete. Ein paar geforderte Euro pro Stunde deckten nur einen winzigen Teil der entstehenden Kosten.
Bei pflegerischen Mängeln sieht er die Sache anders. “Wenn nicht ordentlich geputzt werde oder der Hausmeister einfache Reparaturen unterlässt, dann könne man als Verein „auch mal Druck ausüben“ und die Nutzungsgebühren zurückhalten. Bei investiven Missständen sei das schwierig. Lemmer ist der Ansicht, er als Vertreter des Sports vor Ort könne nicht einfach die Augen vor der miserablen Finanzlage der Stadt verschließen. Friedhelm Funk
Mehr Information in der Ausgabe 51 vom Juni 2009