08.07.2010
Schwitzen für das Betriebsklima10.06.2010
Der Ferienspaß14.05.2010
Nachwuchsarbeit18.03.2010
Jedermann-Rennteam19.02.2010
Kreitlein brachte Farbe ins Spiel05.11.2009
Pauschal-Lösung08.10.2009
Immer weiter laufen10.09.2009
Beitragsrückstände03.07.2009
Sportart mit Auftrieb05.06.2009
Mietmängel08.05.2009
Denksport08.04.2009
Auf Rüttelkurs08.02.2009
Berührungsängste15.01.2009
Gute VorsätzeSchwimmunterricht mit Kopftuch lehnen die Schulen in NRW ab. Foto: Pixelquelle
Streng nach muslimischen Regeln lebende Eltern versuche man im Gespräch von der allgemein gesundheitlichen Bedeutung des Sports zu überzeugen. Auch zum Schwimmunterricht. Schließlich sei es lebensbedrohlich, wenn Kinder nicht lernen, den Kopf über Wasser zu halten. Die harte Tour, also über die Gerichte oder Bußgelder erheben, den Weg vermeide Solingen tunlichst. „Wir lassen kein Mädchen mit Kopftuch ins Wasser springen“, äußerte sich die Schulrätin Ursel Lamers-Heinemann zum Thema, das sei zu gefährlich.
Peter Nolden, Lehrer an der Realschule Vogelsang, bestätigt die entspannte Lage an sich. Bei Disziplinen wie Fußball, Handball und so weiter gäbe es kaum Berührungsängste. Beim Schwimmunterricht stellten sich muslimische Eltern schon mal quer. Nicht nur wegen des Kopftuchs, auch die Nähe zum anderen Geschlecht ist wohl problematisch.
Der Solinger Sportbund bietet seit Jahren samstags Schwimmen für muslimische Frauen in der Halle Birkerstraße an. Mit gutem Erfolg. Schwimmunterricht gibt es bisher aber nicht. Das wird sich ab dem 25. April 2009 ändern. Die Stadt kommt für die Hallenkosten auf, der SSB stellt das unterrichtende Personal.
Eltern, die wollen, dass ihre Töchter Schwimmen lernen, sich aber gegen den Gemeinschaftsunterricht in der Schule sträuben, können das machen. Gehen die Mädchen dort hin, ist für Nolden die Kuh ein Stück vom Eis. Und zwar ohne richterliche Einmischung. Friedhelm Funk
Mehr in der aktuellen Ausgabe des Stadtanzeiger Magazins vom 12. Februar 2009