10.05.2012
Aufstiegskampf17.04.2012
Gäähn: bloß hören15.03.2012
Neugierig sein16.02.2012
Lernen, mit anderen gut auszukommen19.01.2012
Trau, schau, wem08.12.2011
Unterrichts-Demo04.11.2011
Kurze Beine - kurze Wege07.10.2011
Allah und Mohammed in der Schule01.09.2011
Eltern: “Das tut man nicht!“ Kind: “Tut man doch!”07.07.2011
Aus der Tiefe der Erde07.06.2011
Ausbildung und Abitur im privaten Berufskolleg Hückeswagen12.05.2011
Das Spiel beginnt12.04.2011
Die Klassenfahrt zahlt Vater Staat17.03.2011
Kampf um den Nachmittag17.02.2011
Die Elite-Kicker-Kita20.01.2011
2013 verlassen die doppelte Anzahl Abiturienten die Schule09.12.2010
Näher bei Gott15.04.2010
Die Kümmerer18.03.2010
Die W-Frage stellen19.02.2010
TASCHENGELD
Der Einstieg in die weiterführende Schule bestimmt die weitere Karriere der Kinder im erheblichen Maß. Foto: pixelio.de
Am 15. und 16. Februar beginnen die Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen in Solingen. Die Hälfte aller Kinder zieht es wohl wieder zu den Gesamtschulen. Wie in den Jahren zuvor wird das Interesse größer sein als die Zahl der Plätze. Der zweite Termin - am 29. Februar und 1. März - ist den Haupt-, Realschulen und Gymnasien vorbehalten.
Die Grundschullehrer geben sich große Mühe, bevor sie eine Empfehlung zum weiterführenden Bildungsweg nach der 4. Klasse aussprechen. Mit einem Fragebogen bewerten sich sowohl die Kinder selbst, die Eltern und der Klassenlehrer das Kind. Der Abgleich schafft die dann recht qualifizierte Aussage, welcher Schultyp geeignet ist. Um späteren Differenzen vorzubeugen, unterschreiben die Eltern ein Protokoll mit den wesentlichen Ausssagen. Die Diskussion zum Modell Hauptschule/Gemeinschafts- oder Sekundarschule erschwert die Entscheidung für diesen Schultyp. Die Sekundarschule geht frühestens im Sommer 2013 an den Start. Die Konsequenz: Viele versuchen es erst einmal an den Gesamtschulen. Ebenso Eltern, deren Kinder eine Empfehlung zum Gymnasium haben und die dem Turbo-Abitur skeptisch gegenüber stehen. Die Gesamtschule in Solingen-Wald hält als Landes-Sportschule zwei Eingangsklassen per se sportlich besonders begabten Kindern vor. Das reduziert die 540 in Solingen zur Verfügung stehenden Plätze noch weiter. In den vergangenen Jahren suchten Eltern, deren Kinder eine schriftliche Absage erhielten, ein weiteres Mal Unterstützung durch Ingrid Brockmann mit der Frage: Was sollen wir jetzt machen? Die Antwort lässt kaum Spielraum. Die Empfehlung der Schulform steht ja fest. Bis auf den Zusatz „oder Gesamtschule“. Trotz der vier Vokale klingt das Wort “Inklusion” irgendwie sperrig. Ist es auch noch, stimmt Udo Depping zu. Der Leiter der Solinger Schulverwaltung wartet immer noch auf Eckpunkte der Landesregierung zur Orientierung auf den gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe. In Solingen verlassen jetzt 27 Kinder mit Lernbeeinträchtigungen die Grundschulen. Wie es weitergeht, dazu fehlen auch der Klauberger Schulleiterin konkrete Vorstellungen. Ingrid Brockmann fragt sich besorgt: wie sollen psychisch labile Kinder plötzlich unter tausend und mehr Schülern zurechtkommen? Wo gibt es einen Wickelraum oder individuell notwendige Hilfsmittel? Ihr ist klar: Inklusion bedeutet eine Herausforderung für alle Akteure. Für Udo Depping ist der Einstieg frei. An der Hauptschule Höhscheid, der Gesamtschule Wupperstraße und an der Albert Schweitzer Realschule stehen insgesamt 18 Plätze zur Verfügung. Da einige beeinträchtigte Kinder inzwischen den Regelunterricht folgen können, eine Gruppe Eltern die Förderschulen bevorzugt oder nach außerhalb wechselt, geht der Schulamtsleiter davon aus, dass alle 27 Kinder ihre Ausbildung nach der Grundschule fortsetzen können. Friedhelm Funk
Mehr zum Thema in der Ausgabe vom 19. Januar 2012