Kinder und Schule - Themen rund um den Nachwuchs

Schulfrieden in Gefahr

Eltern und Schüler stehen vor harten Zeiten, prognostizierte kürzlich Nicole Molinari, die bildungspolitische Sprecherin der Solinger CDU. Sie und ihre Parteifreunde treibt die Sorge vor der Umgestaltung des Bildungssystems in NRW um. In der Tat streben Rot/Grün in Düsseldorf grundsätzlich längeres gemeinsames Lernen an, das System einer Gemeinschaftsschule und der kostenlose Kitabesuch. Werden die Kommunen die ideologischen Grabenkämpfe ausbaden müssen?

Nach den Sommerferien erleben 1357 Jungen und Mädchen ihren ersten Schultag. Geht es nach den Grünen haben Eltern künftig nicht mehr die Gelegenheit, ihre Kinder außerhalb des Schulbezirks anzumelden. Was offenbar beliebt ist. Jedes dritte Kind in Solingen (433) wurde nicht dem Wohnort entsprechend, sondern in einer anderen Grundschule angemeldet. Die Gesamtschulen sind seit Jahren die bevorzugte Wahl. Nach dem Ende der Grundschule zieht es die Hälfte aller Schüler hierher. Während die Befürworter das als klare Demonstration des Elternwillens deuten, fragen CDU und FDP: Was ist mit der anderen Hälfte? Es sei doch ein unübersehbares Zeichen, wenn eine ebenso große Gruppe das gegliederte Schulsystem bevorzuge.

Zum 1. August 2010 leben in Solingen 3.958 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Das deckt sich mit der Zahl der vorhandenen Kitaplätze. Auch die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 3 Jahren erweisen sich anhand der von der Verwaltung vorgelegten Zahlen als entspannt. Es stehen 534 Plätze für 2- bis 3-jährige und noch mal 64 Plätze für 0- bis 2-jährige Kleinkinder zur Verfügung. (red)

Mehr in der Ausgabe vom 08. Juli 2010

Kinder 64 J

Nach den Sommerferien 2010 steht rund 1.400 Kindern der erste Schultag bevor. Foto: J. Weber pixelio.de