08.07.2010
Schulfrieden in Gefahr10.06.2010
Hundert Jahre fidel14.05.2010
Ein Kindergarten ohne Türen und Wände15.04.2010
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Die W-Frage stellen19.02.2010
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»Können Sie mir mal helfen?«10.09.2009
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Schiefe Zähne sind doof05.05.2009
Zweisprachig aufwachsen15.01.2009
Wir müssen noch üben
Zweisprachig aufwachsen ist das Ziel des „Rucksack-Projekts in der Solinger Kita "Pünktchen" Foto: Funk
Die Sprachförderung kommt Kindern und Eltern zugute. Das Erlernen der deutschen Sprache auf der Basis der Muttersprache, davon haben beide was. Es stärkt die Wertschätzung der Kinder für ihre Mütter, die wiederum verbessern ihre Deutschkenntnisse, und das Projekt hält den Kulturkreis der jeweiligen Heimatländer hoch. In der Kindertagesstätte der Elterninitiative" Pünktchen" probiert man die Idee derzeit aus. Offenbar mit guten Resultaten.
In der aktuell durchgeführten Sprachstandserhebung (Delfin) bewiesen sieben von 13 Kindern auf Anhieb altersgerechte Sprachkompetenz. Nur bei sechs Kindern ist die nochmalige Überprüfung notwendig. Die zweisprachige Förderung, davon ist die stellvertretende Kita-Leiterin Ilona Meise (Foto: mitte) überzeugt, ebnet den Übergang in die Schule. „Die schaffen das prima“, meinte die Erzieherin.
Das Rucksack-Projekt basiert offenbar auf dem klassischen Familienbild. Das machte die Feststellung von Kita-Leiterin Ilona Meise deutlich. Die sagte, zwischen fünf und zehn türkisch sprechende Mütter nutzten das Angebot. Sie arbeiten zu Hause mit ihren Kindern und sie treffen sich regelmäßig in der Kita zum Erfahrungsaustausch. Drei Mütter hätten dafür leider keine Zeit, weil sie berufstätig wären. Ilona Meise hätte gerne auch deutsche Mütter dabei, deren Kinder sprachliche Defiziten aufwiesen.
Die Stadt Solingen lässt sich die Rucksack-Aktion rund 2.000 Euro für ein halbes Jahr pro Kindergarten kosten. Derzeit sind vier Einrichtungen entsprechend ausgestattet. Das Geld reicht, um zum Beispiel bei “Pünktchen” die Dolmetscherin und Betreuerin Melek Özal (Foto:links) für zwei Stunden pro Woche zu bezahlen und zum Kauf von Verbrauchsmaterial zum Basteln bleibt auch noch was übrig.
Das Projekt endet im Juni 2009. Neustart ist dann wieder im Herbst. (ffu)
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