08.07.2010
50 Jahre Zeitarbeit10.06.2010
Bewegend arbeiten14.05.2010
Auch ohne Abi Ingenieur werden15.04.2010
»Das machen wir doch gerne«18.03.2010
Der gerechte Lohn19.02.2010
Ätzendes Handwerk21.01.2010
Mehr Geld für mehr Müll10.12.2009
Wo sind die Löwinnen?05.11.2009
Fahrschule für Selbstständige08.10.2009
Hürde: Amtsdeutsch13.08.2009
Auszeit unterm Staubsauger03.07.2009
Was nun?08.05.2009
Sitzen Sie unruhig08.04.2009
Ausbildungsatlas08.02.2009
Arbeiten auf eigene GefahrSolingen als Standort der Waffen- und Klingenschmiede hatte Bedarf an schön gestalteten Oberflächen. Es entstand das Handwerk der Damaszierer, das sich später in die Fertigungskette der Stahlwarenherstellung einreihte. Ätzungen auf Rasiermessern, Taschenmessern oder Scheren kamen bei den Kunden an.
Neben dem Umgang mit Säure beherrschten die Damaszierer Techniken wie Metallfärbungen, Vergoldungen oder den Umgang mit bunten Lacken. Die Blütezeit des Handwerks dauerte etwa hundert Jahre.
Mitte der 1970er Jahre begann der Niedergang. Teure Handarbeit durch gelernte Fachkräfte rechnete sich nur noch bei besonders hochwertigen Produkten.
Heute bedienen sich unter anderem Fahrzeughersteller noch der alten Handwerkstechnik. Die Struktur für spiegelungsfreie und griffsymphatische Kunststoffoberflächen wird in die jeweiligen Formwerkzeuge eingeäzt.
Bei einen Rundgang durch das Solinger Klingenmuseum begegnen die Besucher der Handwerkskunst der Damaszierer von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert hinein. (ffu)

Die dekorative Oberflächengestaltung ist das Handwerk der Damaszierer. Derzeit läuft im Deutschen Klingenmuseum in Solingen Gräfrath eine Sonderausstellung über Damaszenerstahl. Foto: Stadtanz.
Mehr in der Ausgabe vom 19. Februar 2010