Auto - Themen rund ums Automobil und den Strassenverkehr

Schlecht für’s Klima

Klimaanlagen im Auto tragen in der gebräuchlichen Technik unnötig zur Erderwärmung bei. Wohl aus dem Grund hat die EU sie in neu

Auto 62

Nach Schätzunge sind 400 Millionen Klimaanlagen weltweit im Autos eingebaut Foto: Stadtanzeiger

In den heute üblichen Autoklimaanlagen zirkulieren einige hundert Gramm eines Kältemittels, das die Bezeichnung R134a trägt. Ein Kilogramm dieses fluorierten Kohlenwasserstoffs heizt die Erde etwa 1.400 Mal so stark auf wie ein Kilogramm Kohlendioxid. Das geschieht, sobald das Kältemittel entweicht, was wegen der Erschütterungen beim Fahren wohl ständig passiert. Die meisten Autofahrer ahnen davon nichts.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) weist auf die im Februar veröffentlichten Ergebnisse des Umweltbundesamtes (UBA) hin. Allein im Jahr 2007 entwichen demnach bundesweit geschätzte 2.500 Tonnen R134a aus Auto-Klimaanlagen. Dies entspricht 3,2 Millionen Tonnen CO2. So viel wie 1,3 Millionen Pkw in einem Jahr beim Fahren ausstoßen. Dabei existieren Alternativen.

Mercedes beispielsweise warb schon 1998 für eine »ökologische Alternative« wie es hieß, für das Kältemittel Kohlendioxid. Das berichtete die “Zeit”. Damit ließe sich der Treibhauseffekt einer Klimaanlage »um ein Drittel senken«, wird der Konzern zitiert. CO2 ist preiswert, ungiftig, weltweit verfügbar. Das Mittel hat nur einen Nachteil: In den üblichen Kühlgeräten versagt es. Die neue Ökotechnik unterstützen unter anderem das Umweltbundesamt, der ADAC, Umweltverbände und der Verband der Automobilindustrie (VDA). Experten bescheinigen CO2 eine hohe Kälteleistung, es ist nicht brennbar, bildet keine Zerfallsprodukte und es ist weltweit problemlos und kostengünstig verfügbar. (red)

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