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Früher ist gleich frischer

Mit zunehmendem Alter bauen Reifen in ihrer Leistungsfähigkeit ab

Auto 55

Das Alter lässt sich an der DOT-Kennzeichnung ablesen. Beispiel: DOT GFJ 988 0109 bedeutet, dass der Reifen in der 1. Kalenderwoche des Jahres 2009 hergestellt worden ist. Foto: ADAC

Drei verschieden stark abgefahrene Winterreifen-Sätze der Dimension 185/60 R 14 haben die Tester des ADAC verglichen. Ein fabrikneuer Reifensatz mit fast 9 mm Profil, ein Satz mit 7,5 mm und einer mit 4 mm Restprofil. Geprüft wurde das Fahr- und Bremsverhalten auf trockener, nasser und schneebedeckter Fahrbahn. Auf Schnee waren die Unterschiede zwischen den neuen und den abgefahrenen Reifen am deutlichsten. Beim Bremsen braucht der 4-mm-Reifen aus Tempo 30 schon 3,2 m mehr Bremsweg als der Neureifen. Noch gravierender sind die Unterschiede bei der Zugkraft. Der Reifen mit 7,5 mm Profil büßt gegenüber dem Neureifen schon 40 Prozent Zugkraft ein, der 4-mm-Pneu sogar über 50 Prozent. Ein Sommerreifen, der zum Vergleich mitgetestet wurde, versagte auf Schnee komplett.

Fazit: Achten Sie auf das Datum. Auf winterlichen Straßen leisten abgefahrene Winterreifen deutlich weniger. Bei einer Restprofiltiefe von vier mm rät der ADAC zum Austausch. Wer abgefahrene Winterreifen im Sommer aufbrauchen will, muss mit deutlich längeren Bremswegen gegenüber Sommerreifen und einem schlechteren Nässeverhalten rechnen. (red. / Quelle ADAC)

Mehr in der aktuellen Ausgabe des Stadtanzeiger Magazins vom 8. Oktober 2009